Ruf nach Crosspiste wird lauter

(Quelle: mz-web.de)

Hettstedt/MZ – Die Debatte um illegale Motorradfahrten über die Kleinhalden rings um Hettstedt reißt nicht ab. Intensiv hat sich nun auch der Kultur-, Jugend- und Sportausschuss der Kupferstadt bei seiner jüngsten Sitzung dem Thema angenommen. Mit dem Ergebnis: Den Crossfahrern fehlt es an Alternativen.


Deshalb würden sie über die Halden preschen, mit ihren Reifen tiefe Furchen hinterlassen und dabei die Naturdenkmäler zerstören. „Vielleicht mache ich mich damit unbeliebt, aber sollte es nicht eine Möglichkeit geben, eine lukrative Halde freizugeben? So könnten die Hobbyfahrer ihrer Freizeitbeschäftigung weiter nachgehen und alle anderen Halden wären geschützt“, schlug Stadtratsmitglied Kurt Quiel (CDU) vor. Aber auch wenn das nicht zu machen geht: Zumindest sollte sich die Stadt Hettstedt umgehend mit dem Motorcrossverein MC Einetal Alterode in Verbindung setzen, forderte Stadträtin Waltraud Hornickel (CDU).

Keine Annäherung
Immerhin hatte der Verein der Stadt vorgeschlagen, sein Gelände attraktiver gestalten zu wollen, um die illegalen Fahrer von den Halden auf ihre Piste zu bekommen. Bestenfalls mit Unterstützung der Städte Arnstein und Hettstedt. Denn bis jetzt seien die Trainingszeiten beschränkt auf mittwochs und jeden zweiten Sonnabend. Außerdem erhofft sich der Verein Unterstützung bei der Beantragung der Streckenerweiterung. Aber auch sechs Monate nach dem Angebot der Motorsportler ist bisher keine der beiden Städte auf den Verein zugekommen.

„Es erschüttert mich, dass bisher keine Zusammenkunft mit dem Motorsportclub stattgefunden hat“, fand Stadtratsmitglied Lothar Hentschel (die Linke). Schließlich müssten den Hobbyfahrern auch Alternativen geboten werden, ansonsten würden sie weiter unerlaubt über die Naturdenkmäler rasen und Schaden anrichten.

Kontrollen seien laut Angaben des Landkreises schwer durchzuführen, weil sich die Fahrer untereinander warnen würden. Trotzdem fordert Hentschel Aufklärung, nämlich darüber, „dass die Raser, wenn sie erwischt werden, mit hohen Geldstrafen von mehreren Tausend Euro rechnen müssen.“

 

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